Umjubelte Premiere der Rettenbacher GleisGeisterei

Theater sorgt für heitere Stunden – Restkarten für kommendes Wochenende

 

Traunstein, Kammer. Die Theaterspieler des GTEV Eschenwald Rettenbach haben mit der Auswahl des Theaterstücks „GleisGeisterei“ den Geschmack des Publikums getroffen. Die heitere Aufführung rund um einen Kioskbesitzer an einem verlassenen Bahnsteig hat so manche Überraschung zu bieten und sorgte bei den ersten Aufführungen für unzählige Lacher bei den Gästen.

„Es ist immer wieder spannend, wie das ausgewählte Stück bei den Zuschauern letztlich ankommt“, gibt Regisseurin Irmi Gartner zu und freut sich umso mehr über den anhaltenden Applaus nach den Aufführungen. „Dies ist ja immer das sichtbarste Zeichen, dass es den Leuten gefallen hat“, schmunzelt sie. Die Darsteller laufen in ihren Rollen zur Höchstform auf und präsentieren eine wirklich sehenswerte Komödie in drei Akten.

Am kommenden Wochenende spielen die Rettenbacher Trachtler das Stück jeweils am Freitag und Samstag um 20 Uhr sowie am Sonntagabend um 19 Uhr im Saal des Gasthauses Jobst in Rettenbach. Einige Restkarten sind noch vorhanden und können bei Rosi und Konrad Jobst unter Telefon 0861/12686 vorbestellt werden. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

Neuhausener Straße 12

83278 Kammer

0170/4501789

 

Bildtext

Vielumjubelte Premiere. Der Zeitzauberer Giacomo da Capo (Florian Billinger, schwarzer Anzug) wirbelt das Leben des Standl-Hans (Albert Parzinger, grünes Caro Hemd) ordentlich durcheinander. Die Rettenbacher Theaterspieler zeigen das Stück GleisGeisterei am kommenden Wochenende drei weitere Male.

 

Schreckmoment beim Maibaumaufstellen in Rettenbach

Baumkrone bricht ab – Hunderte Besucher lassen sich die Stimmung nicht verderben

 

Traunstein, Kammer. „Ende gut, alles gut und mit dem etwas kleineren Maibaum können wir gut Leben“, so das Fazit des Vorstandes der Rettenbacher Trachtler, Franz Maier, nachdem der Baum um kurz vor 16 Uhr sicher in der Verankerung war. Das Aufstellen des Baumes wurde von einem „kurzen Schreckmoment“ überschattet, als am 34 Meter langen Baum in rund 10 Meter Höhe die Krone bei etwa sechs Metern abgebrochen ist. Passiert ist bei dem Vorfall nichts. Hunderte Besucher kamen, um den 40 Männern bei ihrer schweißtreibenden Arbeit zuzusehen und spendeten nach getaner Arbeit reichlich Applaus.

Pünktlich um 12:30 Uhr begannen die Maibaumdiebe des Burschenvereins Surberg gemeinsam mit den Aktiven des Rettenbacher Trachtenvereins mit den Arbeiten. Zimmerer Manfred Hackl leitete die Aufstellarbeiten und koordinierte die „gemischte Mannschaft“ aus Trachtlern und Burschen. Rund 20 Minuten nach dem Start und auf einer Höhe von rund 10 Metern gab es während eines „kräftigen Schubvorgangs“ der Helfer ein lautes Knacken, die Krone des Baumes brach ab, kippte nach unten und hing am oberen Ende senkrecht zu Boden.

Nach kurzen Beratungen der Verantwortlichen zusammen mit dem „Aufstellmeister“ wurde entschieden, „alles zurück auf Start“ und so senkten sie den Baum wieder auf eine gut erreichbare Höhe. In Windeseile wurde die noch am Baum hängende Krone vollständig abgenommen und gegen ein Edelweißmotiv ausgetauscht. Nach knapp einer Stunde starteten alle Beteiligten dann den zweiten Anlauf für den neuen Maibaum am Rettenbacher Weiher. „Weniger lang, weniger schwer, weniger anstrengend“ schmunzelte Manfred Hackl und gab sogleich das Kommando für den „zweiten Versuch“.

Während des Nachmittags machte sich Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer ein Bild der Lage und besuchte die Rettenbacher beim Aufstellen. „Ich sehe das mit Humor und bin froh, dass nichts passiert ist“, sagte er im Gespräch mit dem NAME DER REDAKTION. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle aus Otting und die Kinder- und Jugendgruppe sowie die Aktiven bereiteten mit ihren Tänzen und Plattlern ein buntes Rahmenprogramm für die Zuschauer.

Der ursprünglich 34 Meter hohe Baum wurde von Peter Parzinger aus Haunstätt gestiftet. „Das war schon ein kluger Schachzug, den Baum genau während unserer Frühjahrsversammlung zu stehlen, als für kurze Zeit niemand vor Ort beim Maibaumwachten war“, so Franz Maier mit einem Augenzwinkern. Gestohlen hatten ihn die Mitglieder des Burschenvereins Surberg. Unbestätigten Berichten zur Folge, waren auch die Trachtler aus Traunwalchen am „Diebstahl“ interessiert, kamen aber einige Minuten zu spät und mussten daher tatenlos zusehen, als der Baum auf dem Gespann der Surberger Burschen vom Lagerort rollte.

„Hundert Liter Bier und noch eine Reserve fürs Wachten“ antwortete Sebastian Tradler von den Surberger Burschen auf die Frage nach der Auslöse und schob lachend hinterher, „und die Girlande haben sie sich selbst binden müssen, weil wir ja nur lauter Männer sind“. Der Rettenbacher Vorstand Franz Maier zeigte sich erleichtert über die fairen Verhandlungspartner und dankte Traunsteins 3. Bürgermeister Sepp Kaiser sowie der Augustiner Brauerei, die im Vorfeld jeweils eine „wohlwollende Liter-Zusage“ zur Verhandlungsunterstützung gegeben hatten.

Den Rücktransport mittels Pferdegespann von Surberg nach Kammer hatte Matthias Lapper aus Waging übernommen. Die Aktiven der Feuerwehr Kammer sicherten den Fahrtweg und übernahmen in Rettenbach die Verkehrsabsicherung. Die Sicherungsarbeiten mit einer Seilwinde beim Aufstellen wurden von Andreas Jobst aus Alterfing durchgeführt. Nachdem der neue Rettenbacher Maibaum sicher verankert war, brachte Thomas Diewock die Motivtafeln der Zünfte und Handwerksbetriebe sowie von Stadt und Landkreis am Baum an. Dabei griff er auf die althergebrachte Tradition des Maibaumkletterns zurück, um die historischen Tafeln, die teilweise aus dem Jahre 1939 stammen, anzubringen.

Sichtlich erleichtert zeigte sich Aufstellmeister Manfred Hackl unmittelbar nachdem der Baum in seiner Verankerung fixiert war. „Den Schreckmoment hätte ich persönlich nicht gebraucht, jetzt freue ich mich aber erstmal, dass der prächtige 28 Meterbaum sicher steht und nun für die nächsten vier Jahre den Platz vor dem Gasthaus Jobst in Rettenbach ziert“, so der Zimmerer und Hauptverantwortliche. Hob

 

Text und Bilder         

Hubert Hobmaier

Neuhausener Straße 12

83278 Kammer

0170/4501789

 

 

 

 

 

Das Vereinsleben der Rettenbacher Trachtler nimmt Fahrt auf

Erste Veranstaltungen durchgeführt – Ehrungen bei der Versammlung

 

Traunstein, Kammer. In der gutbesuchten Frühjahrsversammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach hielten die Trachtler Rückschau auf die vergangenen Monate und wagten einen Ausblick auf das bevorstehende Vereinsjahr. In zahlreichen Rechenschaftsberichten wurde deutlich, „die Aktivitäten nehmen wieder zu und das Vereinsleben blüht wieder auf“. Darüber hinaus erhielten gleich mehrere langjährige Mitglieder eine Ehrung seitens des Vorstands Franz Maier und des 3. Bürgermeisters Josef Kaiser.

Franz Maier informierte über die Gebietsversammlung von 17 Vereinen, die turnusgemäß im Gasthaus Jobst in Rettenbach stattgefunden hat. Zudem besuchten die Verantwortlichen die Herbstversammlung in Bergen und waren bei der Gebietsversammlung in Ruhpolding sowie der Gaufrühjahrsversammlung in Traunstein dabei. Als „Höhepunkt“ bezeichnete der Vorstand den Ehrenabend in Berchtesgaden, bei dem von den 117 Vereinen im Gau hohe Auszeichnungen verliehen wurden.

„Der Idee, dass man alle Vereine aus dem gesamten Gau in einen Lostopf wirft und jeweils zwei Vereine für eine gemeinsame Veranstaltung zusammengelost werden, stehe ich aus Termingründen kritisch gegenüber“, sagte Franz Maier in seinem Rechenschaftsbericht. Dies griff auch Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser in seinem Grußwort auf. „Ich fände es auch besser, wenn sich die Rettenbacher, Traunsteiner und Hochberger Trachtler zusammentun und sich vor Ort besser vernetzen“. Außerdem brachte er seine Freude zum Ausdruck, „dass wieder was geht“ und dankte den Rettenbacher Trachtlern insbesondere für ihre aktive Jugendarbeit.

„Es hätte ja kaum einer geglaubt, aber das Gaufest in Bad Endorf findet heuer statt“, so Franz Maier schob hinterher „selbstverständlich nehmen wir daran teil“. Außerdem wollen sich die Rettenbacher bei der Gautrachtenwallfahrt beteiligen und auch an den Festen im Ort und in der Stadt teilnehmen. Die Röckelfrauen planen im Oktober zudem einen Zweitagesausflug zusammen mit den Vachendorfer Frauen.

In seinem Rückblick informierte Schriftführer Vinzenz Jobst über das Bergwandern im vergangenen August, den durchgeführten Dorfhoagart, die Teilnahme am Volkstrauertag, das Rittbitten in Kammer, das Jahramt des Vereins in der Kirche sowie über das Maibaumherrichten und den Jahrtag der Vereine, den in diesem Jahr der Schützenverein Kammer-Rettenbach federführend ausgerichtet hatte.

Ramona Maier informierte die Vereinsmitglieder über soliden finanziellen Verhältnisse der Trachtler, bei denen sich Einnahmen und Ausgaben in etwa die Waage gehalten haben. Der Übergang von der Vorgängerin Michaela Söldner an sie habe reibungslos funktioniert und Ramona Maier sein nun bestens eingearbeitet. Als Dank für den langjährigen Einsatz wurde Michaela Söldner ein kleines Geschenk überreicht.

„Acht Dirndl und acht Buam san in da Jugend dabei“, so der Hauptverantwortliche Georg Jobst in seinem Bericht. Er freue sich besonders darüber, dass man auch wieder Auftritte hat und beispielsweise beim Rittbitten das Rahmenprogramm mitgestalten durfte. Sie unternahmen zudem einen Schwimmbadausflug bei dem EDEKA Namberger die Brotzeit spendiert hat. Heuer findet außerdem zum 25. Mal das Viervereinejugendpreisplatteln mit Hochberg, Vachendorf und Eisenärzt statt und der „Traunstein Pokal“ steht ebenfalls im Terminkalender. „Es ist lang nix gwen, aber jetzt geht’s wieder richtig dahi“, so der hocherfreute Georg Jobst.

Dasselbe Bild zeigt sich bei den Aktiven wie Vorplattler Sebastian Gartner informierte. So beteiligten sie sich „beim Aufgeht´s“ in Traunstein und beim Hoagart in Rettenbach. In diesem Jahr habe man mit den Proben Mitte März begonnen und wirkte bei der Benefizveranstaltung zugunsten der Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge mit, die die Traunsteiner Scheffler organisiert hatte.

„Ich freue mich richtig, dass wir wieder Theaterspielen“, sagte Theaterleiterin Irmi Gartner. Sie informierte über die Termine der „Gleisgeisterei“. Bereits im vergangenen Herbst besuchten sie eine Freiluftaufführung des „königlich bayerischen Amtsgerichts“ in Nußdorf und hatten kurzfristig mit einem Einackter beim Dorfhoagart zur Stimmung beigetragen.

Für Ihre langjährige Treue wurden gleich mehrere Mitglieder ausgezeichnet. Albert Rieder ist seit 25 Jahren beim Verein und erhielt dafür ein Ehrenzeichen. Seit 50 Jahren sind Justine Leitner und Georg Wallner dem Verein verbunden und erhielten dafür die entsprechende Ehrung. Stolze 60 Jahre sind Alois Drechsler, Konrad Huber, Herbert Ober, Peter Wendt, Alois Wimmer (Reichsberg) Mitglieder des GTEV Eschenwald Rettenbach.

Zum Abschluss der Veranstaltung nutzte Simon Schreiber vom Georgiverein Traunstein die Möglichkeit, den Rettenbachern für die Unterstützung beim Georgiritt zu danken. „Es war ein absolut sehenswertes Rittbitten im Gasthaus zur Post in Kammer“, dass ihr großartig mitgestaltet habt. Ich danke euch für die langjährige Unterstützung im Namen des gesamten Georgivereins!“, so Simon Schreiber. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

Neuhausener Straße 12

83278 Kammer

0170/4501789

 

Bildtext

„Das Vereinsleben hat wieder Fahrt aufgenommen“, so das Fazit der Frühjahrsversammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach. Für ihre langjährige Treue ehre Vorstand Franz Maier (links), Peter Wendt, Herbert Ober, Konrad Huber, Alois Drechsler und Alois Wimmer. Zu den ersten Gratulanten zählten 2. Vorstand Helmut Graßl und Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser

 

 

 

 

 

 

 


Copyright © 2022 - G.T.E.V. Eschenwald Rettenbach e.V.