Rettenbacher Trachtler blicken zuversichtlich nach Vorne

Versammlung stand im Zeichen von Wahlen und Berichten – Franz Maier bleibt Vorstand

 

Traunstein, Rettenbach. „Es ist einfach schön, dass wir wieder zusammenkommen können“, dies war die Kernbotschaft in der Versammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach. In ihrer Versammlung absolvierten die Mitglieder eine umfangreiche Tagesordnung mit Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft sowie zahlreichen Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder. Traunsteins 2. Bürgermeistern Burgi Mörtl-Körner überbrachte den Dank der Stadt und fungierte als Wahlleiterin. Der Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt informierte über aktuelle Themen aus dem Gauverband I. Die Suche nach einem geeigneten Maibaum für das kommende Jahr sorgte für einen Lacher.

Bei den Neuwahlen stellten sich, mit Ausnahme von Michaela Söldner, alle bisherigen Amtsinhaber erneut zur Wahl. Die Anwesenden stimmten jeweils einstimmig für die Kandidaten. Der bisherige Vorstand Franz Maier bleibt somit für zwei weitere Jahre im Amt. Zu seinem Stellvertreter wählten die Anwesenden Helmut Graßl, das Amt des Schriftführers übernimmt weiterhin Vinzenz Jobst und dessen Stellvertretung Margit Lackerschmid. Ramona Maier übernimmt indes die Aufgabe der Vereinskassierin von Michaela Söldner. 2. Kassierin bleibt Martina Huber.

Die beiden Theaterleiter Irmi Gartner und Albert Parzinger sorgen auch in den kommenden Jahren dafür, „dass in Remboch wieder Theater gspuid wead“. Georg Jobst jun. und Simone Gerl wurden zu Jugendleitern gewählt. Christine Ober bleibt Musikwartin. Die Fahnenabordnung wird von Alexander Maier angeführt, er wird unterstützt von Daniel Schmalzbauer. Luise Heigermoser übernimmt in der neuen Legislaturperiode die neu geschaffene Aufgabe als Trachtenwartin. Als Revisoren wurden Heinrich Lackerschmid und Sebastian Reischl gewählt. Hildegard Jobst bleibt Röcklfrauenvertreterin und Sebastian Gartner sowie Florian Jobst behalten ihre Funktion als Vorplatter.

Für ihren langjährigen Einsatz im GTEV Eschenwald Rettenbach wurden Frieda Billinger, Peter Parzinger, Annelies Ober, Engelbert Ober und Johann Wimmer zu Ehrenmitgliedern ernannt und erhielten aus den Händen von Vorstand Franz Maier eine entsprechende Urkunde. Seit 70 Jahren halten Maria Hobmaier, Maria Wagner und Elisabeth Rüba dem Verein die Treue. Helga Dandl und Heinrich Lackerschmid sind seit 60 Jahren Mitglied. Johann Niederbuchner, Peter Ober und Josef Hobmaier wurden für 50 Jahre Vereinstreue geehrt.

Als Anerkennung für sein langjähriges Wirken um den Verein erhielten Sebastian Reischl, der acht Jahre Fähnrich und sechs Jahre 2. Kassier war und Michael Maier für seine sechsjährige Tätigkeit als Fähnrich beziehungsweise zweijährige Stellvertretung einen Erinnerungsteller überreicht.

2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner überbrachte einen Dank der Stadt Traunstein. „Ich kann mich noch gut an eure 90 Jahrfeier im Jahre 2017 erinnern, das war ein rundum gelungenes Fest. Für euer ehrenamtliches Engagement sage ich im Namen der Stadt Traunstein und dem Oberbürgermeister Christian Hümmer Vergelt´s Gott und drücke euch nach diesem schweren Jahr, bei dem ein geselliges Miteinander nicht möglich war, ganz fest die Daumen, dass es im Vereinsleben wieder aufwärts geht“.

Der Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt überbrachte die Grußworte des Gauverbandes I. „Auf de Rembocher Trachtler ist immer Verlass“, so seine einleitenden Worte. Zudem gab er bekannt, dass der Gauverband in diesem Jahr keine Umlage von den Vereinen einfordere. Dies sei ein Dank für die Hilfe bei der Finanzierung des Trachtenstadels in Bergen, der mittlerweile fertig geworden ist und seiner Bestimmung übergeben wurde.

„Es ist schön, dass man mal wieder so an Haufen Leute sieht“, freute sich Georg Jobst jun. bei seinem Bericht über die Jugendarbeit des Vereins. Der Probenbetrieb konnte wieder aufgenommen werden und die „Dirndl und Buam“ sind auch wieder mit Begeisterung bei der Sache. Die Coronapandemie hatte die Jugendarbeit zum Erliegen gebracht. Nach der Zwangspause sei die Anzahl an Jugendlichen von 27 auf 18 Nachwuchs Trachtler zurückgegangen, „wir schauen aber, dass wir diejenigen die sich jetzt noch nicht wieder motivieren konnten, wieder aktivieren“, so der zuversichtliche Jugendverantwortliche.

Irmi Gartner berichtete über die Aktivitäten der Theatergruppe. „Es war wirklich schade, dass wir im letzten Jahr das Theater in Remboch nach 13 Proben ausfallen lassen mussten“, so die Leiterin. Für dieses Jahr plane man einen Einakter für den angedachten Dorfhoagart im Oktober. Dies mache man dann von der Entwicklung der Pandemielage abhängig. „So genau geht’s ja da nicht, Hautsache es wird lustig“, so Irmi Gartner die darüber hinaus informiert, dass die ersten Planungen für das Theater 2022 bereits begonnen haben und es sicherlich wieder ein „lustiges Stück“ werden wird.

„Solange es geht, nehmen wir jetzt einfach alles mit“, sagte Vorplattler Sebastian Gartner. Im vergangenen Jahr habe man einige Proben durchführen können, ehe der Coronastop dies wieder unterbunden habe. In diesem Jahr habe man bereits sechs Trachtenproben durchführen können. Zweimal waren Mitglieder der Jugendgruppe mit dabei, „die langsam Aktivenluft schnuppern sollen“. Zudem beteiligten sich die Aktiven am „Gaufest dahoam“ und auch das „Murrfest“ konnte intern im kleinen Rahmen gefeiert werden.

Vinzenz Jobst informierte die Anwesenden über die Vereinstätigkeiten. In seinem ausführlichen, über zwei Jahre gespannten Bericht, informierte er über die Geschehnisse im Verein. Die letzte Versammlung habe im November 2019 stattfinden können. Die Vorstandschaft war bei vielen runden Geburtstagen der Mitglieder aber auch „zum Erweisen der letzten Ehre“ bei Beerdigungen vertreten gewesen. Zudem habe man sich beim Dorfschießen der Schützen im Feuerwehrhaus sowie bei den Stockschützen am Sportplatz beteiligt und das Weiber- und Dirndlkranzl abhalten können. Zusammen mit den Faschingsfreunden Blau Weiss Kammer habe man ein Starkbierfest im Gasthaus Jobst abgehalten, dass viel positiven Zuspruch brachte.

2020 feierten die Mitglieder das „Gaufest dahoam“ und hielten in der Kammerer Kirche einen Gottesdienst ab. Im August letzten Jahres machten einige Mitglieder eine Bergwanderung auf die Almhütte des Vereinsmitgliedes Albert Parzinger. Mit dem Jahrtag der Vereine zog im April dieses Jahres wieder etwas Dorfleben ein. Zahlreiche Mitglieder beteiligten sich am Freiluftgottesdienst an der Kammerer Kirche. In diesem Jahr zeigte sich die Feuerwehr Kammer für die Durchführung verantwortlich. Im Mai feierte man eine alpenländische Maiandacht in der Kirche und auch in diesem Jahr beteiligte sich der Verein am „Gaufest dahoam“ mit einem Gottesdienst in Kammer.

Die Rettenbacher Trachtler haben ihre Finanzen im Griff. Michaela Söldner vermeldete für die Jahre 2019 und 2020 jeweils einen kleinen Gewinn in der Kasse und führt dies auf die vielen ausgefallenen Feste und Feiern zurück. Der alte und neue Vorstand Franz Maier freue sich, dass der Verein trotz der Beschränkungen auf vielfältige Art und Weise aktiv sei. Dabei wolle er in der nächsten Zeit insbesondere die Jugendarbeit noch stärker fördern, denn „ohne Nachwuchs stirbt unser Verein aus“, so der Vorstand. Zudem kündigte er an, dass im nächsten Jahr ein Maibaum aufgestellt wird und sorgte mit seiner Aussage „wer glaubt, er hat bei sich im Wald ein geeignetes Bäumchen herumstehen, der kann sich gerne bei mir melden“, für einen Lacher unter den Teilnehmern. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

Neuhausener Straße 12

83278 Kammer

Fünf neue Ehrenmittglieder

Für ihr langjähriges Wirken im Trachtenverein GTEV Eschenwald Rettenbach wurden fünf Mitglieder zu Ehrenmittgliedern ernannt. (von links nach rechts) Frieda Billinger, Peter Parzinger, Annelies Ober, Engelbert Ober und Johann Wimmer erhielten aus den Händen vom 1. Vorstand Franz Maier (links) und Helmut Graßl (rechts) die Urkunden bei der Versammlung im Gasthaus Jobst verliehen.

 

 

 

Seit 60 Jahren sind Helga Dandl und Heinrich Lackerschmid Mitglieder beim GTEV Eschenwald Rettenbach. Im Rahmen der Versammlung wurden sie für ihre langjährige Treue mit einer Urkunde gewürdigt. Vorstand Franz Maier (links) und 2. Vorstand Helmut Graßl (rechts) nahmen die Ehrung vor. Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (Zweite von rechts) sprach bei der Versammlung die Grußworte der Stadt Traunstein und zählte zu den ersten Gratulanten bei der Ehrung

 

Drei verdiente Rettenbacher Trachtler erhalten das Gauehrenzeichen

 

Traunstein, Rettenbach. Eine besondere Ehre wurde drei Mitglieder im Rahmen der Versammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach zu teil (Wir berichteten). Peter Ober, Johann Niederbuchner und Josef Hobmaier erhielten für ihr langjähriges Wirken seitens des Gauverbandes I das Gauehrenzeichen. Alle drei Geehrten waren 1971 dem Verein beigetreten sind seit dieser Zeit aktive Trachtler. Als Gebietsvertreter des Gauverbandes war Alois Lankes aus Eisenärzt bei der Versammlung im Gasthaus Jobst in Rettenbach vor Ort. Er betonte in seiner Laudatio, „dass wir das Ehrenzeichen an aktive Mitglieder vergeben, die sich in besondere Weise um die Trachtensache verdient gemacht haben“.

Peter Ober war von 1973 bis 1979 Fähnrich und von 1975 bis 1978 2. Vorplattler. Darüber hinaus war er in der Vorstandschaft von 1983 an zehn Jahre als Beisitzer aktiv. Johann Niederbuchner erhält die Auszeichnung für seinen 50-jährigen Einsatz als Theaterspieler und Bühnenbauer. Josef Hobmaier wurde für seine langjährige Förderung des Vereins ausgezeichnet. Nicht nur für seine Aufgabe als Pferdegespannführer sondern auch als Maibaumstifter hat er sich für den Verein verdient gemacht.

Neben einer Ehrennadel wurde den Geehrten die Ehrenurkunde seitens des Gauverbandes I verliehen. Zu den ersten Gratulanten zählten der alte und neue Trachtenvorstand Franz Maier sowie sein Stellvertreter Helmut Graßl und Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner. Hob

 

Text und Bild

Hubert Hobmaier

                     

 

Bildtext

Josef Hobmaier, Peter Ober und Johann Niederbuchner (von links nach rechts) des GTEV Eschenwald Rettenbach wurden vom Gauverband I mit dem Gauehrenzeichen für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet. Die Ehrung nahm der Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt vor. Zu den ersten Gratulanten zählten Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl Körner (vorne) sowie die beiden Vorstände Franz Maier (links) und Helmut Graßl (rechts).

 

 

Rettenbacher Trachtler kümmern sich um ihren Maibaum

Historische Taferl am Baum angebracht – Maibaumklettern nach altem Brauch

 

Traunstein, Kammer. Wie schon im Vorjahr fanden auf Grund der Coronapandemie keine Feste zum Maibaumaufstellen in der Region statt. Einige Rettenbacher Trachtler rund um den Vorstand Franz Maier nahmen den 1. Mai dennoch zum Anlass, um den Baum am Rettenbacher Weiher optisch aufzuwerten. Sie haben die Taferl der Handwerksbetriebe sowie von Stadt und Landkreis am Baum angebracht.

„Für uns war es wichtig, dass wir dabei auf den guten alten Brauch des Maibaumkletterns zurückgreifen“, erklärt Franz Maier im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt und fügt an, „dass dabei ein gesicherter Kletterer auf den Baum steigt und die Motivtafeln montiert. Auf einen Kran können wir dabei verzichten. In der rund eineinhalbstündigen Aktion konnten so die neun Tafeln an dem etwa 28 Meter hohen Baum sicher befestigt werden.

Die meisten der Tafeln blicken dabei auf eine lange Geschichte zurück und stammen aus dem Jahre 1939. Wie es in der Trachtenvereinschronik heißt: „… konnte 1939 der erste Maibaum, gestiftet vom Bürgermeister Georg Schmid, Kriegenhofer von Kammer, aufgestellt werden. Die Figuren die noch heute den Maibaum zieren, fertigten Schmiedemeister Georg Lebacher und sein Geselle Sebastian Prambs aus den Flügeln eines alten Windbrunnens, nach den Zeichnungen von Heinrich Huber. Bemalt hatte die Maibaumfiguren erstmals Billinger von Krichstätt“.

Die Aufgabe des Kletterers wurde Thomas Diewock übernommen. Viele Jahre lang montierte sein Vater Helmut die Taferl am Rettenbacher Maibaum. „Es war für mich eine Ehrensache dieses Amt von meinem verstorbenen Vater zu übernehmen“, so Thomas Diewock und auch die Trachtler selbst sind froh, dass Sie somit an dem alten Brauch festhalten können.

Unterstützung vom Boden aus leisteten dabei die beiden Vorplattler Sebastian Gartner und Florian Jobst sowie Vinzenz Jobst jun. Ihre Aufgaben waren unter anderem die Seilsicherung durchzuführen und die Motivtafeln anzureichen. Mit dem Traunsteiner Stadtwappen und der Tafel des Landkreises Traunstein wurden die Motive am Baum komplettiert zieren nun über den Sommer den Rettenbacher Maibaum, ehe dieser im Herbst gänzlich umgelegt wird.

„Geplant ist das nächste Maibaumaufstellen vorm Wirt in Rettenbach bereits im kommenden Jahr. Ich gehe fest davon aus, dass wir dieses Fest dann wie gewohnt mit den Kammerern und Rettenbachern gemeinsam feiern können“, zeigt sich Franz Maier zuversichtlich. Nun aber freuen sich die Aktiven erstmal, dass die Tafeln angebracht sind und den Baum über den Sommer hinweg zieren. 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

 

Vorstandschaft und Ausschuss des GTEV "Eschenwald " Rettenbach e.V.  Neuwahl 2019

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