„Rembocher Trachtler“ ehren langjährige Mitglieder

Der Termin für die Festwoche 2027 steht – Maibaum wird bereits 2025 aufgestellt

 

Traunstein. Über eine gutbesuchte Frühjahrsversammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach im Gasthaus Jobst freute sich Vorstand Franz Maier. Neben den Rechenschaftsberichten der Vorstandschaft standen zahlreiche Ehrungen auf der Tagesordnung, bei der Mitglieder für ihre 50- und sogar 70-jährige Vereinstreue gewürdigt wurden. „In Kammer und Rettenbach ist das Dorf- und Vereinsleben in bester Ordnung“, freute sich Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner. Die ersten Planungen für die Festwoche 2027 zum 100-jährigen Gründungsfest sind angelaufen. Probleme bereitet derzeit noch die Suche nach einem geeigneten Festplatz. Einstimmig viel das Votum aus, das Maibaumaufstellen auf das Jahr 2025 vorzuverlegen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Frühjahrsversammlung der „Rembocher Trachtler“ stand die Ehrung langjähriger und engagierter Mitglieder. Ehrenvorstand Heinrich Jobst und Ehrenmitglied Vinzenz Jobst erhielten aus den Händen des Gebietsvertreters Alois Lankes eine Urkunde des Trachtengaus für ihren 70-jährigen Einsatz im Trachtenwesen. Für 70 Jahre Vereinstreue wurde Therese Reichl ausgezeichnet. Das Gauehrenzeichen in Gold für ihr 50-jähriges aktives Wirken in der Trachtensache wurde Hermann Ober, Johann Wimmer und Heinrich Jobst ans Revers geheftet.

Gleich zehn langjährige Mitglieder konnte Vorstand Franz Maier für deren 50-jährige Verbundheit zum Verein auszeichnen und ihnen das entsprechende Ehrenzeichen überreichen. Neben Herrmann Ober, Johann Wimmer und Heinrich Jobst erhielten Helga und Johann Gruber, Christa und Franz Fuchs, Marianne Utzmaier, Resi Hunglinger sowie Monika Drechsler die Ehrung zusammen mit einem kleinen Geschenk überreicht.

Mit einem Ehrenteller samt kleinen Geschenken würdigte der Verein gleich mehrere ehemalige Verantwortungsträger, die bei der letzten Wahl aus dem Ausschuss ausgeschieden waren. Insgesamt 34 Jahre lang engagierte sich Georg Jobst als Fähnrich oder Jugendleiter. Helmut Graßl blickt auf insgesamt 28 Jahre verantwortungsvolle Tätigkeit als Vorplattler, Fähnrich und 2. Vorstand zurück, Simone Gerl war acht Jahre lang 2. Jugendleiterin, Christine Ober vier Jahre Musik- und Liederwartin sowie Margit Lackerschmid sechs Jahre 2. Schriftführerin.

„Der Festausschuss für unser 100-Jähriges ist bereits gegründet und einen Termin haben wir auch schon gefunden“, freute sich der Vorstand in seinem Rechenschaftsbericht. Die „Rembocher Trachtler“ werden ihr Gründungsfest zwischen dem 30.04.2027 und dem 02.05.2027 mit einem Bierzelt feiern. Eine Woche danach wird dieses die Feuerwehr Kammer mit dem großen Bulldogtreffen noch nutzen. „Wie immer, wenn in Kammer ein Bierzelt aufgestellt wird gibt es derzeit noch Probleme mit einem passenden Festplatz. Hier haben wir im Ort noch Entwicklungsbedarf“, stellte der Vorstand fest.

„Im kommenden Jahr wird es auf Grund eines fehlenden Ausrichters kein Gaufest im klassischen Sinn geben“, informierte Franz Maier. Die Weihnachtsschützen Berchtesgaden haben allerding zugesagt, dass man einen Gautag mit einen Sternenmarsch ausrichten wird. „Allerdings wird es dann kein Bierzelt geben“, betonte der Vorstand. Weiter informierte er, „dass eine Umfrage unter den Mitgliedsvereinen nach Ursachen gesucht wurde, warum niemand in den kommenden beiden Jahren ein Gaufest ausrichten möchte. Dabei zählten Gründe wie die fehlende Infrastruktur ebenso zu den Antworten wie die hohen Kosten bei der Organisation“.

Einstimmig votierten die Mitglieder dafür, das Maibaumaufstellen bereits im kommenden Jahr durchzuführen. Franz Maier nannte als Grund die geplante Festwoche 2027 und den damit entstehenden Terminkonflikt. Gleichzeitig ermutigte er die Mitglieder zur Teilnahme an der Gau-Trachtenwallfahrt nach Maria Eck (26.5.) sowie zur Teilnahme am Gaufest in Westerham (21.7.). „Wir werden dorthin zusammen mit den Traunwalchnern Trachtlern mit dem Bus fahren“, informierte der Vorstand. Für die Kinder richten die Hochberger dieses Jahr das Vier-Vereine-Preis-Platteln aus. Neben den Gastgebern ist auch der Nachwuchs aus Eisenärzt und Vachendorf am Start.

Einen umfassenden Rechenschaftsbericht lieferte indes Schriftführer Vinzenz Jobst. Beginnend von den Neuwahlen im vergangenen Jahr informierte er über sämtliche Veranstaltungen und Termine. Beim Dorfschießen im Schützenheim beteiligte sich sowohl der Trachtenverein wie auch die Theatergruppe mit zahlreichen Schützen. Außerdem gab es mit den Trachtenvereinen Neukirchen, Heutau und Siegsdorf zur Terminfindung für das Vier-Vereine-Preis-Platteln.

Bei einer Ausschusssitzung sowie der ersten Festausschusssitzung wurden Themen wie das Jubiläum, die Änderungen beim Einzug ins Frühlingsfest, die große Feier auf Grund der 650-jährigen Stadtrechte Traunsteins und die Änderungen beim Gaufest des Gauverbandes 1 besprochen. Darüber hinaus wurde die Gebietsversammlung in Traunwalchen sowie die Konzeptvorstellung des Frühlingsfestes, das Rittbitten in Kammer und die Gauversammlung besucht.

„Die Leute haben viel gelacht und wir auch“, freute sich Theaterleiterin Irmi Gartner im Nachgang an das sehr erfolgreiche Theaterstück „Hier liegen Sie richtig“ vor wenigen Wochen. Insgesamt haben die „Theaterer“ 22 Proben absolviert, ehe sie das Stück siebenmal auf die Bühne gebracht haben. Die frischgebackene Jugendleiterin Franziska Gartner gab bekannt, dass derzeit 25 Kinder und Jugendliche aktiv sind und bereits mehrere Ideen für eine attraktive Nachwuchsarbeit gesammelt wurden.

Vorplattler Sebastian freute sich, dass die Anzahl der Aktiven stabil bei 20 Trachtlern liege und „viele junge Leute im Verein Verantwortung übernommen haben“. Den Jahresabschluss verbrachten sie am Christkindlmarkt Salzburg und vor wenigen Wochen fand in Rettenbach die Vorplattlerprobe des Gebietes Traunstein mit 17 Vereinen statt. Hildegard Jobst informierte als Röcklfrauenvertreterin über ein gemeinsames Frühstück mit den Vachendorfer Frauen und über den Frauenfasching, der heuer erstmals zusammen mit der Frauengemeinschaft Kammer durchgeführt wurde.

Die Vereinskassiererin Ramona Maier berichtete über ein solides Finanzpolster des GTEV Eschenwald Rettenbach, „wenngleich wir das vergangene Jahr mit einem kleinen Minus in der Kasse abgeschlossen haben“. Darüber hinaus wurden zahlreiche Termine bekannt gegeben. Die Trachtler beteiligen sich am Jahrtag der Vereine (28.4.), am Fest auf dem Hochberg (5.5.) und dem Frühlingsfesteinzug in Traunstein (12.5.). Darüber hinaus wird wieder eine alpenländische Maiandacht mit anschließendem Musikantenstammtisch (26.5.) und das Sommernachtsfest beim Murr in Alterfing (31.5.) durchgeführt. Das Vier-Vereine-Preis-Platteln zwischen Rettenbach, Neukirchen, Heutau und Siegsdorf findet am 5.7. im Gasthaus Jobst statt und das Vereins-Preis-Platteln ist für den 28.9. angesetzt.

Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner zeigte sich vom Engagement des Vereins sichtlich beeindruckt. „Es ist immer wieder schön zu hören, dass in Kammer und Rettenbach Dorf- und Vereinsleben so aktiv ist und ein gutes Miteinander herrscht“, sagte sie in ihrem Grußwort und ergänzte, „die Stadt Traunstein hat stets ein offenes Ohr für eure Anliegen“. Dieses Angebot nutzte Vorstand Maier gleich aus und sagte, „ein Festplatz wäre wünschenswert. Hier könnten wir die Hilfe der Stadt gut gebrauchen“.

Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt informierte über die neue Gaustandarte, „die alle Gebiete des Gauverbands 1 als Motiv vereint“ und beim diesjährigen Gaufest gesegnet werden soll. Darüber hinaus würdigte er insbesondere die jahrzehntelange Treue der Geehrten. „So viele Jahre Einsatz für die Trachtensache, das ist ganz etwas Besonderes und verdient höchste Anerkennung“, so Alois Lankes. „Es würde mich unheimlich freuen, wenn euch ihr Rembocher Trachtler im Rahmen des 100-jährigen Gründungsfestes für das Gaufest 2027 bewerbt, dann hätten wir alle sehr kurze Wege“, schmunzelte er und sorgte so für einen Lacher im Saal. Hob

 

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Hubert Hobmaier

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Die Versammlung der „Rembocha Trachtler“ stand ganz in Zeichen von Ehrungen. Zahlreiche langjährige und verdiente Mitglieder wurden für 50 oder 70 Jahre Vereinszugehörigkeit sowie dem Gaumehrenzeichen ausgezeichnet.

Jeweils von links nach rechts

50-jährige Vereinstreue

Vorstand Franz Maier, Marianne Utzmaier, Johann Wimmer, Resi Hunglinger, Johann Gruber, Monika Drechsler, Hermann Ober, Helga Gruber, Heinrich Jobst, 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner, Christa und Franz Fuchs, Gebietsleiter Alois Lankes.

 

 

50 und 70 Jahre Mitgliedschaft

Vorstand Franz Maier, Therese Reichl, Vinzenz Jobst, Heinrich Jobst, Johann Wimmer, Hermann Ober, Gebietsleiter Alois Lankes, 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner

Heinrich Jobst

Die „Rembocha Trachtler“ feiern 2027 ihr 100-jähriges Bestehen

Neue Gesichter in der Vorstandschaft – Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr

 

Traunstein. Die Mitglieder des Trachtenvereins GTEV Eschenwald Rettenbach trafen sich kürzlich im Gasthaus Jobst Rettenbach zu ihrer Jahresversammlung. Dabei wurden in den Rechenschaftsberichten deutlich, dass sich ein vielschichtiges und aktives Vereinsjahr nun dem Ende entgegen neigt. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen ergaben sich einige Veränderungen in der Vorstandschaft, außerdem wurde beschlossen, dass man den „100. Geburtstag“ im Jahr 2027 groß feiern möchte.

Bei den Neuwahlen sprachen sich die Mitglieder jeweils einstimmig für die Wahlvorschläge aus und so bleibt Franz Maier für die nächsten zwei Jahre an der Spitze des Vereins. Der bisherige 2. Vorstand Helmut Graßl stand nach 14 Jahren als Stellvertreter nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger ist Daniel Schmalzbauer. Vinzenz Jobst bleibt Schriftführer und auf dessen bisherige Stellvertreterin Margit Lackerschmid folgt Michael Maier. Bei den beiden Kassieren gab es keine Änderungen. Ramona Maier und Martina Huber bleiben in ihren Ämtern. Ebenso bei den Theaterleitern, Irmi Gartner und Albert Parzinger leiten diesen Bereich auch zukünftig.

Franziska Gartner und Martin Schmalzbauer sind die beiden neuen Jugendleiter der „Rembocher Trachtler“. Sie folgen auf Georg Jobst und Simone Gerl, die nach 22 beziehungsweise acht „Amtsjahren“ nicht mehr zur Wahl standen. Der Posten „Musik- und Liederwart“ wird derzeit nicht besetzt. Diesen hatte bisher Christine Ober inne, die dafür nichtmehr zur Wahl stand. Als Trachtenwartin bleibt Luise Heigermoser im Amt. Alexander Maier bleibt der Fähnrich. Da der bisherige Stellvertreter Daniel Schmalzbauer als 2. Vorstand gewählt wurde, muss diese Position neu besetzt werden. Bei den Wahlen blieb diese Aufgabe mangels Kandidaten verkannt, „ich bin mir aber sicher, dass wir hier in der kommenden Zeit jemanden finden“, zeigt sich Franz Maier zuversichtlich.

Die beiden Revisoren Heinrich Lackerschmid und Sebastian Reischl wurden in ihren Ämtern bestätigt. Frauenvertreterin bleibt Hildegard Jobst und als Vorplatter wurden Sebastian Gartner und Florian Jobst in der Versammlung bestätigt. Die Wahlleitung hatte Stadtrat Simon Schreiber inne, der in seinem Grußwort den Dank seitens der Stadt Traunstein zum Ausdruck brachte. „Ohne de Rembocha Trachtler geht gar nichts“, lobte er das rührige Vereinsleben. Gleichzeitig betonte er, „dass ihr viele Veranstaltungen und Feste im Dorf, in der Stadt und in der Region bereichert“ und zeigte sich vom hohen Mitgliederstand mit mehr als 300 Trachtlern beindruckt.

Vinzenz Jobst informierte in seinem Jahresbericht über das Vereinsleben seit der Frühjahrsversammlung. Die Mitglieder beteiligten sich dabei beim Jahrtag der Vereine in Kammer, der Gautrachtenwahlfahrt nach Maria Eck und an der Verabschiedung von Pfarrer Helmut Bauer. Ein zweitägiger Vereinsausflug führte ins baden-württembergische Markelsheim, um dort unter anderem am Festzug zum 125-jährigen Bestehen der Weingärtnergenossenschaft teilzunehmen. Außerdem beteiligte man sich am Vier-Vereine-Preisplatteln der Kinder in Vachendorf. Xaver Huber und Christian Kraller konnten sich in ihrer Wertung jeweils „an die Spitze platteln“ und wurden Erster.

Die Aktiven waren unter anderem in Neukirchen zum Vier-Vereine-Preisplatteln angetreten. Durch die starke Konkurrenz unter den 60 Teilnehmern reichte es dort nicht für einem „Stockerlplatz“. Mit 51 Trachtlern beteiligte man sich am Trachtengaufest in Teisendorf und besuchte zuvor mit einer kleinen Abordnung die Gauversammlung. Bei der Dorfmeisterschaft im Stockschießen landete der „GTEV“ unter den 13 teilnehmenden Mannschaften den 5. Platz. 70 Vereinsmitglieder beteiligten am Festsonntag der Grabenstätter Trachtler, die ihr 110-jähriges Gründungsfest feierten. 37 Teilnehmer traten beim Vereinspreisplatteln im Saal des Gasthauses Jobst an. Darüber hinaus beteiligte man sich am Volkstrauertag und war mit einer Abordnung bei der Gebietsversammlung vertreten. Insgesamt hat der Verein 322 Mitglieder von denen 19 als Ehrenmitglieder geführt werden

Der scheidende Jugendwart Georg Jobst informierte, dass derzeit zwölf Mädchen und elf Buben den Nachwuchs des Vereins bilden. Im Jahresverlauf sind drei Nachwuchstrachtler zu den Aktiven gewechselt. Sie hatten 15 Auftritte und haben dazu 28-mal geprobt. Mit dabei waren sie unter anderem auf bei der Truna. Der diesjährige Ausflug führte in die Boulderhalle nach Haslach und endete mit einer gemeinsamen Brotzeit im Sportheim der DJK-Kammer. „155 Kinder habe ich in den vergangenen 22 Jahren begleiten dürfen und viele sind auch heute noch dem Verein treu“, freute sich Georg Jobst und hatte für seine langjährige Stellvertreterin Simone Gerl „einen Blumengruß“ im Gepäck. Außerdem würdigte er Hildegard Jobst und Bartl Fleck als langjährige Weggefährten mit einem kleinen Geschenk.

Hildegard Jobst freute sich, dass „die 36 Röckefrauen stets mit voller Tatkraft bei der Sache sind und immer fleißig mit anpacken“. Sie unternahmen im Oktober zusammen mit den Vachendorfer Frauen einen zweitägigen Ausflug in den Bayerischen Wald. „Wir sind schon wieder heiß aufs Spielen“ sagte Theaterleiterin Irmi Gartner, die darüber informierte, dass bereits im August mit den ersten Leseproben für das Stück im neuen Jahr begonnen wurde. Insgesamt besteht die Gruppe aus etwa 15 Mitgliedern. Darüber hinaus informierte sie, dass man in Erlstätt, Nußdorf, Traunstein und Weibhausen Aufführungen anderer Theatergruppen besucht hatte.

Von einem sehr gut besuchten „Murreifest“ sprach Vorplattler Sebastian Gartner. Darüber hinaus habe man einen Aktivenausflug nach Forchheim sowie eine Bootsfahrt auf der Alz unternommen und beim Rettenbacher Dorfhoagart einen Einackter auf die Bühne gebracht. Die Maibaumtaferl wurden im Frühjahr angebracht und im Herbst wieder abgenommen. Kritisch merkte er an, dass die Proben mitunter nicht so gut besucht wurden und führte dies darauf zurück, „dass sich viele in einer Ausbildung oder im Studium befinden und mitunter dort stark eingespannt sind“, so Sebastian Gartner. „Derzeit sind neun aktive Buam und neun aktive Dirndl in unseren Reihen“ informierte der Vorplattler.

Einen Ausblick auf das kommende Jahr wagte Franz Maier. „Zum Gaufest nach Feldkirchen-Westerham werden wir wieder mit einem Bus fahren“, so der Vorstand. Außerdem wird man am Fest der Hochberger Trachtler teilnehmen. Darüber hinaus hatte er noch einige Neuerungen im Gepäck. Zukünftig wird es einen Lehrgang für Jugendleiter geben und die neue Gaustandarte soll im kommenden Jahr ihren Segen erhalten. Der Trachtenverband recherchiert derzeit für ein neues Brauchtumsbuch. Franz Maier ermutigte die Mitglieder, „wenn von euch jemand dazu was beitragen kann und möchte, der kann sich gerne melden“. Für das Gaufest 2025 gibt es noch keinen Bewerber, einige seien aber gerade in der vereinsinternen Prüfung.

„Das Wichtigste ist eine gute Jugendarbeit“, würdigte Franz Maier den ausgeschiedenen Georg Jobst sowie Simone Gerl und dankte ihnen für ihr langjähriges Wirken im Verein. Ebenso dankte er dem langjährigen stellvertretenden Vorstand Helmut Graßl und wünschte allen „neuen Gesichtern“ der Vorstandschaft viel Freude und Tatendrang bei ihren Aufgaben. Ein einstimmiges Votum im Saal ergab die Frage, ob man das 100-jährige Bestehen des Vereins im Jahr 2027 feiern solle. Bereits zuvor hatte sich die Vorstandschaft dafür ausgesprochen und auch die Mitglieder gaben dazu „einhellig ihren Segen“. Franz Maier ermutigte die Anwesenden, „Ideen und Vorschläge einzubringen, denn wir müssen dazu langsam, aber sicher mit den Planungen beginnen“. Hob

2023

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Hubert Hobmaier

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Einladung Gaufest 2025 in Traunstein

 

 

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Konrad Jobst nun Ehrenmitglied der Rettenbacher Trachtler Interessante Berichte der Vorstandschaft – 100-jähriges Bestehen soll gefeiert werden

 

Traunstein. „Man sieht deutlich, dass wir ein bodenständiger Verein mit vielen treuen Mitgliedern sind“, sagte Vorstand Franz Maier bei den Ehrungen des GTEV Rettenbach und durfte gleich sechs Mitglieder für ihre 25-, 50-, 60- und sogar 70-jährige Vereinstreue auszeichnen. Außerdem wurde Konrad Jobst zum Ehrenmitglied ernannt. In den Berichten der Vorstandschaft ging hervor, dass die Trachtler „Corona“ überwunden und im vergangenen Jahr bei zahlreichen Brauchtumsveranstaltungen mitgewirkt haben. Das 100-jährige Gründungsfest soll 2027 gefeiert werden. In der Herbstversammlung sollen dazu erste Ideen vorgestellt und von den Mitgliedern diskutiert werden.

Den Auftakt des Berichte Reigens machte Schriftführer Vinzenz Jobst. Er blickte zurück und informierte über die Adventsfeier mit Krippenspiel, den 4. Platz in der Mannschaftswertung beim Dorfschießen, den Frauenfasching, der zusammen mit den Landfrauen gefeiert wurde, das Rittbitten in Kammer bei dem der Saal voll besetzt war und die Nachwuchs Trachtler mit ihren Auftritten das Rahmenprogramm mitgestaltet haben. Als „besonders freudiges Ereignis für den Ort“ bezeichnete Vinzenz Jobst den Spatenstich für den Bau der neuen Turnhalle in Kammer, bei dem auch einige Vertreter des GTEV Rettenbach dabei waren.

Ramona Maier hat die Finanzen des Vereins bestens im Griff und konnte im Rahmen ihres Rechenschaftsberichtes von einem Zuwachs berichten. 22 Kinder sind derzeit in der Jugendgruppe aktiv und somit darf sich der Verein wieder über mehr „Nachwuchs Trachtler“ freuen. Jugendleiter Georg Jobst informierte über die Jugendleiterbesprechung in Siegsdorf, den durchgeführten Kleidertausch, einen Jugendausflug ins Hallenbad nach Burghausen sowie zahlreiche Termine, bei denen der Nachwuchs mit einem Auftritt dabei war. Exemplarisch nannte Georg Jobst das Rittbitten und das Vereinspreisplatteln im Saal des Gasthauses Jobst in Rettenbach.

Darüber hinaus freute sich der „Jugendchef“ über die Anschaffung einer neuen „Bluetooth Box“ für die Musik zu den Proben. „Vom Tonband, über Kassetten und CD´s sind wir nun in einem neuen Zeitalter angekommen“, sagte er und betonte aber auch, „dass es natürlich schöner ist, wenn bei den Proben ein Musikant für die Musik sorgt“. Röcklfrauenvertreterin Hildegart Jobst lobte ihre weibliche Riege, „sie sind stets zur Stelle, wenn sie gebraucht werden“, sagte sie und freute sich, dass die Neugestaltung der Faschingsveranstaltung erfolgreich verlaufen sei. Als „schöne Sache“ bezeichnete sie das gemeinsame Frühstück mit den Vachendorfer Frauen beim Wirt in Kammer und informierte über den im Oktober geplanten Ausflug in den Bayerischen Wald.

Von 20 Proben zum diesjährigen Theater berichtete die Leiterin Irmi Gartner. „Die sieben Auftritte waren allesamt bestens besucht“, freute sie sich und informierte, „dass eine zehnköpfige Theatertruppe aus Benningen bei Memmingen“ extra für zwei Tage angereist war, um das „Dreiste Stück im Greisenglück“ zu sehen. Außerdem besuchten die „Rettenbacher Theaterer“ Aufführungen in Erlstätt, Nußdorf und Törring. Darüber hinaus nahm man am Theaterleitertreffen teil und studierte mit den Nachwuchstrachtlern das Hirtenspiel ein.

„Der Probenbetrieb für dieses Jahr wurde kurz vor Ostern gestartet“, informierte Vorplattler Sebastian Gartner. Er war außerdem bei einem Treffen der Vorplattler in Neukirchen vertreten und nahm an einer Vorplattlerprobe in Nußdorf teil. Zusammen mit den Aktiven aus Traunwalchen hatten sie einen Auftritt am Anette-Kolb-Gymnasium in Traunstein. Dort bestaunten zahlreiche Austauschschüler die Brauchtumstänze der Aktiven. Derzeit sind in den Reihen elf Dirndl und neun Buam aktiv.

Vorstand Franz Maier nutzte seinen Vortrag für einen Ausblick. „Bei der Trachtenwallfahrt nach Maria Eck wollen wir uns wieder stark beteiligen“, so seine Ausführungen und „von der Stadt Traunstein ist auch schon eine Einladung zur Eröffnung des Frühlingsfestes eingetroffen“. Anfang Juli werde man sich auch wieder am Tag der Vereine auf dem Stadtplatz beteiligen. Weiter versorgte er die Mitglieder mit Informationen aus der Gauversammlung. „In diesem Jahr ist das Gautrachtenfest in Teisendorf geplant, im kommenden Jahr richtet Westerham das Fest aus und für 2025 hat sich noch kein Bewerber gefunden“, so seine Ausführungen.

Am 28.5. ist in Kammer eine alpenländische Maiandacht mit anschließendem Musikantenstammtisch geplant. Anfang Juni unternehmen die Rettenbacher Trachtler einen Vereinsausflug nach Markelsheim und das „Murrfest“ findet am 9.6. in Alterfing statt. Neben dem Vereinspreisplattln am 23.9. und einem Dorfhoagart am 2.10. beteiligen sich die Rettenbacher am Vier-Vereine-Preisplattln in Neukirchen und am 110-jährigen Gründungsfest des Trachtenvereins in Grabenstätt am 13.8. Außerdem will man am 10.9. beim Gau-Jugendpreisplattln in Saaldorf solide Plätze belegen.

„Ihr Trachtler leistet einen wertvollen Beitrag für eine lebendige Dorfgemeinschaft im Ort und in der ganzen Stadt Traunstein“, sagte Stadtrat Georg Osenstätter in seinem Grußwort und schob hinterher, „insbesondere eure rührige Jugendarbeit verdient viel Lob und Anerkennung“. Mit Blick auf die Ehrungen für langjährige Vereinstreue sagte Georg Osenstätter, „ich danke allen die sich über viele Jahre für die Belange der Trachtler einsetzen wünsche insbesondere den heute Geehrten alles Gute, ihr seid leuchtende Vorbilder für den Nachwuchs“.

Seit 25 Jahren hält Rainer Geppert dem Verein die Treue. Luise Huber ist seit 50 Jahren Mitglied und erhielt neben einer Urkunde eine Anstecknadel verliehen. Konrad Jobst und Konrad Einsiedl wurden mit einer Ehrenurkunde für ihre 60-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Seit 70 Jahren halten der Ehrenvorstand Heinrich Jobst sowie das Ehrenmitglied Vinzenz Jobst dem GTEV Rettenbach die Treue. Für seine Verdienste im Verein in Verbindung mit seiner 60-jährigen Zugehörigkeit wurde Konrad Jobst außerdem zum Ehrenmitglied ernannt. Vorstand Franz Maier sowie Stadtrat Georg Osenstätter würdigten ihn mit einer Ehrenurkunde. Die Verleihung wurde durch anhaltenden Applaus begleitet. Hob

Frühjahrsversammlung  2023

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Hubert Hobmaier

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Bildtext Alle Geehrten

Konrad Einsiedl, Heinrich Jobst, Luise Huber, Vinzenz Jobst und Konrad Jobst halten dem Trachtenverein GTEV Eschenwald Rettenbach seit Jahrzehnten die Treue. In der Frühjahrsversammlung wurden sie durch Vorstand Franz Maier (2. von links) geehrt. Zu den ersten Gratulanten zählten Kassierin Ramona Maier (links) und Stadtrat Georg Osenstätter rechts.

 

Baumkrone bricht ab – Hunderte Besucher lassen sich die Stimmung nicht verderben

 

Traunstein, Kammer. „Ende gut, alles gut und mit dem etwas kleineren Maibaum können wir gut Leben“, so das Fazit des Vorstandes der Rettenbacher Trachtler, Franz Maier, nachdem der Baum um kurz vor 16 Uhr sicher in der Verankerung war. Das Aufstellen des Baumes wurde von einem „kurzen Schreckmoment“ überschattet, als am 34 Meter langen Baum in rund 10 Meter Höhe die Krone bei etwa sechs Metern abgebrochen ist. Passiert ist bei dem Vorfall nichts. Hunderte Besucher kamen, um den 40 Männern bei ihrer schweißtreibenden Arbeit zuzusehen und spendeten nach getaner Arbeit reichlich Applaus.

Pünktlich um 12:30 Uhr begannen die Maibaumdiebe des Burschenvereins Surberg gemeinsam mit den Aktiven des Rettenbacher Trachtenvereins mit den Arbeiten. Zimmerer Manfred Hackl leitete die Aufstellarbeiten und koordinierte die „gemischte Mannschaft“ aus Trachtlern und Burschen. Rund 20 Minuten nach dem Start und auf einer Höhe von rund 10 Metern gab es während eines „kräftigen Schubvorgangs“ der Helfer ein lautes Knacken, die Krone des Baumes brach ab, kippte nach unten und hing am oberen Ende senkrecht zu Boden.

Nach kurzen Beratungen der Verantwortlichen zusammen mit dem „Aufstellmeister“ wurde entschieden, „alles zurück auf Start“ und so senkten sie den Baum wieder auf eine gut erreichbare Höhe. In Windeseile wurde die noch am Baum hängende Krone vollständig abgenommen und gegen ein Edelweißmotiv ausgetauscht. Nach knapp einer Stunde starteten alle Beteiligten dann den zweiten Anlauf für den neuen Maibaum am Rettenbacher Weiher. „Weniger lang, weniger schwer, weniger anstrengend“ schmunzelte Manfred Hackl und gab sogleich das Kommando für den „zweiten Versuch“.

Während des Nachmittags machte sich Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer ein Bild der Lage und besuchte die Rettenbacher beim Aufstellen. „Ich sehe das mit Humor und bin froh, dass nichts passiert ist“, sagte er im Gespräch mit dem NAME DER REDAKTION. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle aus Otting und die Kinder- und Jugendgruppe sowie die Aktiven bereiteten mit ihren Tänzen und Plattlern ein buntes Rahmenprogramm für die Zuschauer.

Der ursprünglich 34 Meter hohe Baum wurde von Peter Parzinger aus Haunstätt gestiftet. „Das war schon ein kluger Schachzug, den Baum genau während unserer Frühjahrsversammlung zu stehlen, als für kurze Zeit niemand vor Ort beim Maibaumwachten war“, so Franz Maier mit einem Augenzwinkern. Gestohlen hatten ihn die Mitglieder des Burschenvereins Surberg. Unbestätigten Berichten zur Folge, waren auch die Trachtler aus Traunwalchen am „Diebstahl“ interessiert, kamen aber einige Minuten zu spät und mussten daher tatenlos zusehen, als der Baum auf dem Gespann der Surberger Burschen vom Lagerort rollte.

„Hundert Liter Bier und noch eine Reserve fürs Wachten“ antwortete Sebastian Tradler von den Surberger Burschen auf die Frage nach der Auslöse und schob lachend hinterher, „und die Girlande haben sie sich selbst binden müssen, weil wir ja nur lauter Männer sind“. Der Rettenbacher Vorstand Franz Maier zeigte sich erleichtert über die fairen Verhandlungspartner und dankte Traunsteins 3. Bürgermeister Sepp Kaiser sowie der Augustiner Brauerei, die im Vorfeld jeweils eine „wohlwollende Liter-Zusage“ zur Verhandlungsunterstützung gegeben hatten.

Den Rücktransport mittels Pferdegespann von Surberg nach Kammer hatte Matthias Lapper aus Waging übernommen. Die Aktiven der Feuerwehr Kammer sicherten den Fahrtweg und übernahmen in Rettenbach die Verkehrsabsicherung. Die Sicherungsarbeiten mit einer Seilwinde beim Aufstellen wurden von Andreas Jobst aus Alterfing durchgeführt. Nachdem der neue Rettenbacher Maibaum sicher verankert war, brachte Thomas Diewock die Motivtafeln der Zünfte und Handwerksbetriebe sowie von Stadt und Landkreis am Baum an. Dabei griff er auf die althergebrachte Tradition des Maibaumkletterns zurück, um die historischen Tafeln, die teilweise aus dem Jahre 1939 stammen, anzubringen.

Sichtlich erleichtert zeigte sich Aufstellmeister Manfred Hackl unmittelbar nachdem der Baum in seiner Verankerung fixiert war. „Den Schreckmoment hätte ich persönlich nicht gebraucht, jetzt freue ich mich aber erstmal, dass der prächtige 28 Meterbaum sicher steht und nun für die nächsten vier Jahre den Platz vor dem Gasthaus Jobst in Rettenbach ziert“, so der Zimmerer und Hauptverantwortliche. Hob

 

 

Den Coronaschlaf haben wir hinter uns gelassen

Vereinsleben der Trachtler in Rettenbach hat wieder Fahrt aufgenommen

Traunstein. Die Rechenschaftsberichte der Vorstandsmittglieder des GTEV Rettenbach in der Herbstversammlung der Trachtler im Gasthaus Jobst in Rettenbach waren allesamt von der Freude getragen, dass das Vereinsleben wieder Fahrt aufgenommen hat und man viele Veranstaltungen durchführen und besuchen konnte. Für Aufsehen sorgte der abgebrochene Maibaum, den die Aktiven zusammen mit Dieben aus Surberg aufgestellt haben. Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser brachte beim „Maibaumthema“ die Versammlungsteilnehmer zum Lachen. Die Theatergruppe begeisterte mit ihrem diesjährigen Stück „Die Gleisgeisterei“ für heitere und kurzweilige Stunden.

„Den Coronaschlaf haben wir hinter uns gelassen“, so das Fazit von Vorstand Franz Maier. Weiter berichtete er über den Ehrenabend des Gauvereins 1, an den zahlreichen Persönlichkeiten für ihren Einsatz gewürdigt wurden. „Für großes mediales Interesse hat allerdings unser abgebrochener Maibaum gesorgt. Gott sei Dank ist niemanden etwas passiert und wenn er jetzt auch um ein paar Meter kürzer als geplant ist, war es eine gelungene Veranstaltung mit vielen Besuchern“. Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an die Stadt Traunstein, „die einen Hektoliter Bier für die Auslöseverhandlungen gestiftet haben“. Als großartige Veranstaltungen bezeichnete Franz Maier den Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfest, „wenngleich es in diesem Jahr auf Grund des Regens sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist – aber im Bierzelt hat uns das dann nichts mehr ausgemacht“, so der Vorstand.

Schriftführer Vinzenz Jobst gab einen Überblick über die Vereinstätigkeiten des Jahres. Dabei kam das rege Vereinsleben zum Ausdruck. Neben einer Maiandacht in Kammer beteiligten sich die Mitglieder unter anderem an der 72. Gautrachtenwallfahrt nach Maria Eck, der Gauversammlung und dem Gautrachtenfest in Bad Endorf, dem Gedächtnisgottesdienst der Kriegervereine auf der Kampenwand oder bei der Dorfmeisterschaft im Stockschießen. Außerdem waren sie beim Vier-Vereine-Preisplatteln in Siegsdorf und dem Gaujugendpreisplatteln in Saaldorf am Start und haben ein Vereinspreisplatteln mit 43 Teilnehmern durchgeführt. 324 Mitglieder gehören dem Verein an, wovon 18 von ihnen als Ehrenmitglieder geführt sind.

54 Nachwuchstrachtler und ihre Eltern beteiligten sich an einem Tagesausflug in den Münchner Tierpark. „Es war ein superschöner Tag und wir haben viel gelacht“, freute sich Jugendleiter Georg Jobst. Die insgesamt 24 Kinder und Jugendlichen hatten 28 Proben und 16 Auftritte. Weiter informierte er, dass die Rettenbacher heuer das 25. Vier-Vereine-Jugendpreisplatteln ausrichten durften und sich dem Nachwuchs aus Eisenärzt und Vachendorf im friedlichen Wettstreit stellten. „Die Hochberger haben heuer leider kurzfristig abgesagt, ich hoffe aber, dass sie im kommenden Jahr in Vachendorf wieder dabei sind“, so der Jugendleiter. Beim Gaujugendpreisplatteln waren gleich acht Teilnehmer aus Rettenbach am Start. Maria Huber landete in ihrer Wertungsklasse auf dem 12. Platz, „dies ist schon eine Besonderheit, normal ist dabei Rettenbach nicht ganz vorne angesiedelt“, schmunzelte Georg Jobst.

„Das Murreifest hat heuer super funktioniert, vielleicht auch weil es ausnahmsweise mal nicht geregnet hat“, informierte Vorplattler Sebastian Gartner. Weiter gab er bekannt, „dass wir derzeit 20 Aktive haben und drei bis vier Paare aus der Jugend nachrücken“. Erst kürzlichen waren sie auf einen Ausflug in Linz und „haben dabei ein paar schöne Stunden verbracht“, so Sebastian Gartner mit einem Augenzwinkern. Am 10.6. trafen sich 74 aktive Trachtler aus Rettenbach, Heutau, Neukirchen und Siegsdorf im dortigen Festsaal, um beim Vier-Vereinepreisplatteln die Besten zu ermitteln.

Die Theaterleiterin Irmi Gartner freute sich indes, dass sich die 23 Proben zur „Rembocha Gleisgeisterei“ ausgezahlt haben und viele Zuschauer zu den sieben Aufführungen gekommen waren. Zudem waren sie zu einem Gegenbesuch der Theaterfreunde Benningen bei Memmingen. Die Röcklfrauenvertreterin Hildegard Jobst informierte die Versammlungsbesucher darüber, dass das Weiber- und Dirndlgranzl nun mit dem Frauenfasching verschmolzen wurde und am 4.2. in einer gemeinsamen Faschingsrunde beim Jobst gefeiert wird. Neben zahlreichen Veranstaltungsbesuchen und „Back- und Bedienhilfeleistungen“ für den Verein, waren sie zusammen mit den Frauen aus Vachendorf zu einem gemeinsamen Ausflug nach Kärnten aufgebrochen.

Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser dankte in seiner Ansprache den Rettenbachern für ihren kulturellen Einsatz und die Vermittlung von Werten in der Stadt, lies es sich aber nicht nehmen, die Finger in die Maibaumwunde zu legen, indem er meinte, „es geht ja auch nicht, dass der Rembocher Baum höher ist als der auf dem Traunsteiner Stadtplatz“ und erntete dazu wiedererwartend Applaus und zahlreiche Lacher von den Versammlungsbesuchern. Außerdem freue es ihn ganz besonders, dass die Hochberger, Rettenbacher und Traunsteiner Trachtler zu gut zusammenarbeiten und bei den Veranstaltungen stets mit dabei sind. Zum Abschluss des Abends gab Franz Maier bekannt, dass die Adventfeier mit Gipfelversteigerung am 10 Dezember im Gasthaus Jobst stattfindet.

 Hob.

 

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Die Rettenbacher Trachtler ermittelten ihre Besten

Preisplatteln mit 43 Teilnehmern – Viel Applaus für gute tänzerische Leistungen

 

Traunstein, Rettenbach. Die Mitglieder des Trachtenvereins GTEV Eschenwald Rettenbach ermittelten beim diesjährigen Vereinspreisplattln und Dirndldrahn ihre besten Mitglieder. Von den ganz kleinen „Buam und Dirndln“ bis hin zur Altersgruppe 2 stellten sich insgesamt 43 Teillnehmer dem Wettbewerb. Die durchwegs guten Leistungen wurden durch reichlich Applaus des Publikums belohnt. Vorstand Franz Maier freute sich bei der Begrüßung insbesondere über den fast voll besetzten Saal im Gasthaus Jobst. Bei den Aktiven konnte sich Steffi Lackerschmid bei den „Dirndln“ und Sebastian Gartner bei den „Buam“ den Sieg sichern.

Die „Rembocher Aktivenmusik“ spielte mit Diadonischer Ziach, Tuba und Harfe für die Teilnehmer auf und unterhielt auch in den Pausen mit alpenländischer Musik. Die vier Preisrichter, Simon Wolff aus Chieming, Hubert Siglbauer aus Waging, Herbert Strehhuber aus Surberg und Martin Enzinger aus Neukirchen zeigten sich dafür verantwortlich, dass alles fair über die Bühne gegangen ist und die „besten Rettenbacher Trachtler“ für diesen Abend gefunden wurden. Als offizieller Vertreter der Stadt Traunstein nahm Stadtrat Georg Osenstätter als Gast am Abend teil. Moderiert wurde der Abend von Ehrenvorstand Paul Wolkersdorfer und Franz Maier. Die Auswertung machte der 2. Vorstand Helmut Graßl.

„Trachtler zu sein ist keine Frage des Alters“, sagte Vorstand Franz Maier im Gespräch mit dem NAME DER REDAKTION, dies zeigt sich auch darin, dass die jüngste Teilnehmerin gerade einmal 5 Jahre alt war und der älteste Teilnehmer mit 54 Jahren in der Altersklasse immer noch gute Leistungen im Kreis zeigt. Besonders der „Holzhacker“, der von den Aktiven vor der Siegerehrung aufgeführt wurde, begeisterte die Zuschauer, wenn auch Holzspäne meterweit durch den Saal flogen und die kräftigen Männer bei jedem Schlag ins Buchenholz den Boden zum Beben brachten.

Bei den Jüngsten konnte sich in der Wertungsklasse „Buam Anfänger“ Samuel Huber vor Lukas Gröbner Rettenbach und Michael Freinecker durchsetzen. Bei den „Dirndl Anfänger“ zeigte Emeli Freinecker die besten tänzerischen Leistungen. Zweite wurde Helena Billinger, Magdalena Reischl belegte den dritten Platz. In der Alterskategorie „Buam 1“ wurde Maxi Brandstätter Erster, gefolgt von Martin Ober und Matthias Kraller. Veronika Jobst war bei den „Dirndl 1“ die einzige Teilnehmerin, überzeugte aber mit einer sehr guten Wertungsnote die Preisrichter.

Xaver Huber konnte sich bei den „Buam 2“ vor Christian Brunner durchsetzen. Bei den „Dirndl 2“ ging Anna Gerl aus Neukammer als Siegerin hervor und verwies Julia Neumaier und Franziska Brandstätter auf die Plätze 2 und 3. In der Altersgruppe „3“ gab es weder männliche noch weibliche Starter. Christian Kraller vor Kilian Fleck und Johannes Söldner, dies waren am Ende die Platzierungen bei den „Buam 4“. Lea Gerl ging am Ende bei den „Dirndl 4“ vor Maria Huber und Johanna Ober als Sieger hervor.

Bei den „Aktiven Dirndln“ konnte sich Steffi Lackerschmid unter den insgesamt sieben Starterinnen vor Johanna Gartner und Annalena Brandstätter durchsetzen. Bei den „Aktiven Buam“ hatte am Ende Vorplattler Sebastian Gartner die Nase vorn. Auf dem zweiten Platz landete Jonas Brandstätter. Den dritten Platz erplattelte sich Martin Schmalzbauer. Sechs junge Männer waren insgesamt „in den Kreis gestiegen“, um den Sieger bei den Aktiven zu ermitteln.

In der Altersgruppe 1 sicherte sich Andreas Jobst den ersten Platz. Auf den zweiten Platz landete Sebastian Ober vor Hanse Jobst. Franz Maier sorgte mit seiner Aussage „da werden wir nach der Siegerehrung nochmals reden müssen – das gehört sich nicht, den Vorstand beim Rittern zu besiegen“, für einen Lacher. Er selbst landete am Ende auf dem undankbaren vierten Platz, nachdem er und Hanse Jobst auf Grund der Punktgleichheit ein zweites Mal auf die Tanzfläche mussten. Jakob Ober belegte den fünften Platz.

Georg Jobst vor Helmut Graßl, Heinrich Lackerschmid und Markus Rieder, war am Ende die Platzierung bei der Altersgruppe 2. Bei den Gruppenvergleichen zum „Rembocher Plattler“ konnte sich die Mannschaft „Gras“ mit 70,9 Punkten vor „Herz“ mit 69,6 und „Eichel“ mit 67,4 durchsetzen.

Mit leeren Händen ging am Ende des Abends niemand nach Hause. Alle Teilnehmer durften sich über Sachpreise oder Brotzeiten freuen. Zahlreiche heimische Betriebe hatten für das Preisplattln Preise gestiftet, die unter den Teilnehmern verteilt wurden. Im Anschluss an die Siegerehrung zeigte die „Rembocher Aktivenmusik“ noch für einige Zeit ihr ganzes Können und unterhielten die Gäste im Saal. Hob

 

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In spannenden Duellen wetteiferten die Rettenbacher Trachtler um die Siege in ihren jeweiligen Wertungsklassen. Insgesamt 43 „Buam“ und „Dirndl“ traten an und erhielten vom Publikum viel Applaus.

       

 

Umjubelte Premiere der Rettenbacher GleisGeisterei

Theater sorgt für heitere Stunden – Restkarten für kommendes Wochenende

 

Traunstein, Kammer. Die Theaterspieler des GTEV Eschenwald Rettenbach haben mit der Auswahl des Theaterstücks „GleisGeisterei“ den Geschmack des Publikums getroffen. Die heitere Aufführung rund um einen Kioskbesitzer an einem verlassenen Bahnsteig hat so manche Überraschung zu bieten und sorgte bei den ersten Aufführungen für unzählige Lacher bei den Gästen.

„Es ist immer wieder spannend, wie das ausgewählte Stück bei den Zuschauern letztlich ankommt“, gibt Regisseurin Irmi Gartner zu und freut sich umso mehr über den anhaltenden Applaus nach den Aufführungen. „Dies ist ja immer das sichtbarste Zeichen, dass es den Leuten gefallen hat“, schmunzelt sie. Die Darsteller laufen in ihren Rollen zur Höchstform auf und präsentieren eine wirklich sehenswerte Komödie in drei Akten.

Am kommenden Wochenende spielen die Rettenbacher Trachtler das Stück jeweils am Freitag und Samstag um 20 Uhr sowie am Sonntagabend um 19 Uhr im Saal des Gasthauses Jobst in Rettenbach. Einige Restkarten sind noch vorhanden und können bei Rosi und Konrad Jobst unter Telefon 0861/12686 vorbestellt werden. Hob

 

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Vielumjubelte Premiere. Der Zeitzauberer Giacomo da Capo (Florian Billinger, schwarzer Anzug) wirbelt das Leben des Standl-Hans (Albert Parzinger, grünes Caro Hemd) ordentlich durcheinander. Die Rettenbacher Theaterspieler zeigen das Stück GleisGeisterei am kommenden Wochenende drei weitere Male.

 

 

Das Vereinsleben der Rettenbacher Trachtler nimmt Fahrt auf

Erste Veranstaltungen durchgeführt – Ehrungen bei der Versammlung

 

Traunstein, Kammer. In der gutbesuchten Frühjahrsversammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach hielten die Trachtler Rückschau auf die vergangenen Monate und wagten einen Ausblick auf das bevorstehende Vereinsjahr. In zahlreichen Rechenschaftsberichten wurde deutlich, „die Aktivitäten nehmen wieder zu und das Vereinsleben blüht wieder auf“. Darüber hinaus erhielten gleich mehrere langjährige Mitglieder eine Ehrung seitens des Vorstands Franz Maier und des 3. Bürgermeisters Josef Kaiser.

Franz Maier informierte über die Gebietsversammlung von 17 Vereinen, die turnusgemäß im Gasthaus Jobst in Rettenbach stattgefunden hat. Zudem besuchten die Verantwortlichen die Herbstversammlung in Bergen und waren bei der Gebietsversammlung in Ruhpolding sowie der Gaufrühjahrsversammlung in Traunstein dabei. Als „Höhepunkt“ bezeichnete der Vorstand den Ehrenabend in Berchtesgaden, bei dem von den 117 Vereinen im Gau hohe Auszeichnungen verliehen wurden.

„Der Idee, dass man alle Vereine aus dem gesamten Gau in einen Lostopf wirft und jeweils zwei Vereine für eine gemeinsame Veranstaltung zusammengelost werden, stehe ich aus Termingründen kritisch gegenüber“, sagte Franz Maier in seinem Rechenschaftsbericht. Dies griff auch Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser in seinem Grußwort auf. „Ich fände es auch besser, wenn sich die Rettenbacher, Traunsteiner und Hochberger Trachtler zusammentun und sich vor Ort besser vernetzen“. Außerdem brachte er seine Freude zum Ausdruck, „dass wieder was geht“ und dankte den Rettenbacher Trachtlern insbesondere für ihre aktive Jugendarbeit.

„Es hätte ja kaum einer geglaubt, aber das Gaufest in Bad Endorf findet heuer statt“, so Franz Maier schob hinterher „selbstverständlich nehmen wir daran teil“. Außerdem wollen sich die Rettenbacher bei der Gautrachtenwallfahrt beteiligen und auch an den Festen im Ort und in der Stadt teilnehmen. Die Röckelfrauen planen im Oktober zudem einen Zweitagesausflug zusammen mit den Vachendorfer Frauen.

In seinem Rückblick informierte Schriftführer Vinzenz Jobst über das Bergwandern im vergangenen August, den durchgeführten Dorfhoagart, die Teilnahme am Volkstrauertag, das Rittbitten in Kammer, das Jahramt des Vereins in der Kirche sowie über das Maibaumherrichten und den Jahrtag der Vereine, den in diesem Jahr der Schützenverein Kammer-Rettenbach federführend ausgerichtet hatte.

Ramona Maier informierte die Vereinsmitglieder über soliden finanziellen Verhältnisse der Trachtler, bei denen sich Einnahmen und Ausgaben in etwa die Waage gehalten haben. Der Übergang von der Vorgängerin Michaela Söldner an sie habe reibungslos funktioniert und Ramona Maier sein nun bestens eingearbeitet. Als Dank für den langjährigen Einsatz wurde Michaela Söldner ein kleines Geschenk überreicht.

„Acht Dirndl und acht Buam san in da Jugend dabei“, so der Hauptverantwortliche Georg Jobst in seinem Bericht. Er freue sich besonders darüber, dass man auch wieder Auftritte hat und beispielsweise beim Rittbitten das Rahmenprogramm mitgestalten durfte. Sie unternahmen zudem einen Schwimmbadausflug bei dem EDEKA Namberger die Brotzeit spendiert hat. Heuer findet außerdem zum 25. Mal das Viervereinejugendpreisplatteln mit Hochberg, Vachendorf und Eisenärzt statt und der „Traunstein Pokal“ steht ebenfalls im Terminkalender. „Es ist lang nix gwen, aber jetzt geht’s wieder richtig dahi“, so der hocherfreute Georg Jobst.

Dasselbe Bild zeigt sich bei den Aktiven wie Vorplattler Sebastian Gartner informierte. So beteiligten sie sich „beim Aufgeht´s“ in Traunstein und beim Hoagart in Rettenbach. In diesem Jahr habe man mit den Proben Mitte März begonnen und wirkte bei der Benefizveranstaltung zugunsten der Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge mit, die die Traunsteiner Scheffler organisiert hatte.

„Ich freue mich richtig, dass wir wieder Theaterspielen“, sagte Theaterleiterin Irmi Gartner. Sie informierte über die Termine der „Gleisgeisterei“. Bereits im vergangenen Herbst besuchten sie eine Freiluftaufführung des „königlich bayerischen Amtsgerichts“ in Nußdorf und hatten kurzfristig mit einem Einackter beim Dorfhoagart zur Stimmung beigetragen.

Für Ihre langjährige Treue wurden gleich mehrere Mitglieder ausgezeichnet. Albert Rieder ist seit 25 Jahren beim Verein und erhielt dafür ein Ehrenzeichen. Seit 50 Jahren sind Justine Leitner und Georg Wallner dem Verein verbunden und erhielten dafür die entsprechende Ehrung. Stolze 60 Jahre sind Alois Drechsler, Konrad Huber, Herbert Ober, Peter Wendt, Alois Wimmer (Reichsberg) Mitglieder des GTEV Eschenwald Rettenbach.

Zum Abschluss der Veranstaltung nutzte Simon Schreiber vom Georgiverein Traunstein die Möglichkeit, den Rettenbachern für die Unterstützung beim Georgiritt zu danken. „Es war ein absolut sehenswertes Rittbitten im Gasthaus zur Post in Kammer“, dass ihr großartig mitgestaltet habt. Ich danke euch für die langjährige Unterstützung im Namen des gesamten Georgivereins!“, so Simon Schreiber. Hob

 

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„Das Vereinsleben hat wieder Fahrt aufgenommen“, so das Fazit der Frühjahrsversammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach. Für ihre langjährige Treue ehre Vorstand Franz Maier (links), Peter Wendt, Herbert Ober, Konrad Huber, Alois Drechsler und Alois Wimmer. Zu den ersten Gratulanten zählten 2. Vorstand Helmut Graßl und Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser

 

Rettenbacher Trachtler blicken zuversichtlich nach Vorne

Versammlung stand im Zeichen von Wahlen und Berichten – Franz Maier bleibt Vorstand

 

Traunstein, Rettenbach. „Es ist einfach schön, dass wir wieder zusammenkommen können“, dies war die Kernbotschaft in der Versammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach. In ihrer Versammlung absolvierten die Mitglieder eine umfangreiche Tagesordnung mit Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft sowie zahlreichen Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder. Traunsteins 2. Bürgermeistern Burgi Mörtl-Körner überbrachte den Dank der Stadt und fungierte als Wahlleiterin. Der Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt informierte über aktuelle Themen aus dem Gauverband I. Die Suche nach einem geeigneten Maibaum für das kommende Jahr sorgte für einen Lacher.

Bei den Neuwahlen stellten sich, mit Ausnahme von Michaela Söldner, alle bisherigen Amtsinhaber erneut zur Wahl. Die Anwesenden stimmten jeweils einstimmig für die Kandidaten. Der bisherige Vorstand Franz Maier bleibt somit für zwei weitere Jahre im Amt. Zu seinem Stellvertreter wählten die Anwesenden Helmut Graßl, das Amt des Schriftführers übernimmt weiterhin Vinzenz Jobst und dessen Stellvertretung Margit Lackerschmid. Ramona Maier übernimmt indes die Aufgabe der Vereinskassierin von Michaela Söldner. 2. Kassierin bleibt Martina Huber.

Die beiden Theaterleiter Irmi Gartner und Albert Parzinger sorgen auch in den kommenden Jahren dafür, „dass in Remboch wieder Theater gspuid wead“. Georg Jobst jun. und Simone Gerl wurden zu Jugendleitern gewählt. Christine Ober bleibt Musikwartin. Die Fahnenabordnung wird von Alexander Maier angeführt, er wird unterstützt von Daniel Schmalzbauer. Luise Heigermoser übernimmt in der neuen Legislaturperiode die neu geschaffene Aufgabe als Trachtenwartin. Als Revisoren wurden Heinrich Lackerschmid und Sebastian Reischl gewählt. Hildegard Jobst bleibt Röcklfrauenvertreterin und Sebastian Gartner sowie Florian Jobst behalten ihre Funktion als Vorplatter.

Für ihren langjährigen Einsatz im GTEV Eschenwald Rettenbach wurden Frieda Billinger, Peter Parzinger, Annelies Ober, Engelbert Ober und Johann Wimmer zu Ehrenmitgliedern ernannt und erhielten aus den Händen von Vorstand Franz Maier eine entsprechende Urkunde. Seit 70 Jahren halten Maria Hobmaier, Maria Wagner und Elisabeth Rüba dem Verein die Treue. Helga Dandl und Heinrich Lackerschmid sind seit 60 Jahren Mitglied. Johann Niederbuchner, Peter Ober und Josef Hobmaier wurden für 50 Jahre Vereinstreue geehrt.

Als Anerkennung für sein langjähriges Wirken um den Verein erhielten Sebastian Reischl, der acht Jahre Fähnrich und sechs Jahre 2. Kassier war und Michael Maier für seine sechsjährige Tätigkeit als Fähnrich beziehungsweise zweijährige Stellvertretung einen Erinnerungsteller überreicht.

2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner überbrachte einen Dank der Stadt Traunstein. „Ich kann mich noch gut an eure 90 Jahrfeier im Jahre 2017 erinnern, das war ein rundum gelungenes Fest. Für euer ehrenamtliches Engagement sage ich im Namen der Stadt Traunstein und dem Oberbürgermeister Christian Hümmer Vergelt´s Gott und drücke euch nach diesem schweren Jahr, bei dem ein geselliges Miteinander nicht möglich war, ganz fest die Daumen, dass es im Vereinsleben wieder aufwärts geht“.

Der Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt überbrachte die Grußworte des Gauverbandes I. „Auf de Rembocher Trachtler ist immer Verlass“, so seine einleitenden Worte. Zudem gab er bekannt, dass der Gauverband in diesem Jahr keine Umlage von den Vereinen einfordere. Dies sei ein Dank für die Hilfe bei der Finanzierung des Trachtenstadels in Bergen, der mittlerweile fertig geworden ist und seiner Bestimmung übergeben wurde.

„Es ist schön, dass man mal wieder so an Haufen Leute sieht“, freute sich Georg Jobst jun. bei seinem Bericht über die Jugendarbeit des Vereins. Der Probenbetrieb konnte wieder aufgenommen werden und die „Dirndl und Buam“ sind auch wieder mit Begeisterung bei der Sache. Die Coronapandemie hatte die Jugendarbeit zum Erliegen gebracht. Nach der Zwangspause sei die Anzahl an Jugendlichen von 27 auf 18 Nachwuchs Trachtler zurückgegangen, „wir schauen aber, dass wir diejenigen die sich jetzt noch nicht wieder motivieren konnten, wieder aktivieren“, so der zuversichtliche Jugendverantwortliche.

Irmi Gartner berichtete über die Aktivitäten der Theatergruppe. „Es war wirklich schade, dass wir im letzten Jahr das Theater in Remboch nach 13 Proben ausfallen lassen mussten“, so die Leiterin. Für dieses Jahr plane man einen Einakter für den angedachten Dorfhoagart im Oktober. Dies mache man dann von der Entwicklung der Pandemielage abhängig. „So genau geht’s ja da nicht, Hautsache es wird lustig“, so Irmi Gartner die darüber hinaus informiert, dass die ersten Planungen für das Theater 2022 bereits begonnen haben und es sicherlich wieder ein „lustiges Stück“ werden wird.

„Solange es geht, nehmen wir jetzt einfach alles mit“, sagte Vorplattler Sebastian Gartner. Im vergangenen Jahr habe man einige Proben durchführen können, ehe der Coronastop dies wieder unterbunden habe. In diesem Jahr habe man bereits sechs Trachtenproben durchführen können. Zweimal waren Mitglieder der Jugendgruppe mit dabei, „die langsam Aktivenluft schnuppern sollen“. Zudem beteiligten sich die Aktiven am „Gaufest dahoam“ und auch das „Murrfest“ konnte intern im kleinen Rahmen gefeiert werden.

Vinzenz Jobst informierte die Anwesenden über die Vereinstätigkeiten. In seinem ausführlichen, über zwei Jahre gespannten Bericht, informierte er über die Geschehnisse im Verein. Die letzte Versammlung habe im November 2019 stattfinden können. Die Vorstandschaft war bei vielen runden Geburtstagen der Mitglieder aber auch „zum Erweisen der letzten Ehre“ bei Beerdigungen vertreten gewesen. Zudem habe man sich beim Dorfschießen der Schützen im Feuerwehrhaus sowie bei den Stockschützen am Sportplatz beteiligt und das Weiber- und Dirndlkranzl abhalten können. Zusammen mit den Faschingsfreunden Blau Weiss Kammer habe man ein Starkbierfest im Gasthaus Jobst abgehalten, dass viel positiven Zuspruch brachte.

2020 feierten die Mitglieder das „Gaufest dahoam“ und hielten in der Kammerer Kirche einen Gottesdienst ab. Im August letzten Jahres machten einige Mitglieder eine Bergwanderung auf die Almhütte des Vereinsmitgliedes Albert Parzinger. Mit dem Jahrtag der Vereine zog im April dieses Jahres wieder etwas Dorfleben ein. Zahlreiche Mitglieder beteiligten sich am Freiluftgottesdienst an der Kammerer Kirche. In diesem Jahr zeigte sich die Feuerwehr Kammer für die Durchführung verantwortlich. Im Mai feierte man eine alpenländische Maiandacht in der Kirche und auch in diesem Jahr beteiligte sich der Verein am „Gaufest dahoam“ mit einem Gottesdienst in Kammer.

Die Rettenbacher Trachtler haben ihre Finanzen im Griff. Michaela Söldner vermeldete für die Jahre 2019 und 2020 jeweils einen kleinen Gewinn in der Kasse und führt dies auf die vielen ausgefallenen Feste und Feiern zurück. Der alte und neue Vorstand Franz Maier freue sich, dass der Verein trotz der Beschränkungen auf vielfältige Art und Weise aktiv sei. Dabei wolle er in der nächsten Zeit insbesondere die Jugendarbeit noch stärker fördern, denn „ohne Nachwuchs stirbt unser Verein aus“, so der Vorstand. Zudem kündigte er an, dass im nächsten Jahr ein Maibaum aufgestellt wird und sorgte mit seiner Aussage „wer glaubt, er hat bei sich im Wald ein geeignetes Bäumchen herumstehen, der kann sich gerne bei mir melden“, für einen Lacher unter den Teilnehmern. Hob

 

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Fünf neue Ehrenmittglieder

Für ihr langjähriges Wirken im Trachtenverein GTEV Eschenwald Rettenbach wurden fünf Mitglieder zu Ehrenmittgliedern ernannt. (von links nach rechts) Frieda Billinger, Peter Parzinger, Annelies Ober, Engelbert Ober und Johann Wimmer erhielten aus den Händen vom 1. Vorstand Franz Maier (links) und Helmut Graßl (rechts) die Urkunden bei der Versammlung im Gasthaus Jobst verliehen.

 

 

 

Seit 60 Jahren sind Helga Dandl und Heinrich Lackerschmid Mitglieder beim GTEV Eschenwald Rettenbach. Im Rahmen der Versammlung wurden sie für ihre langjährige Treue mit einer Urkunde gewürdigt. Vorstand Franz Maier (links) und 2. Vorstand Helmut Graßl (rechts) nahmen die Ehrung vor. Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (Zweite von rechts) sprach bei der Versammlung die Grußworte der Stadt Traunstein und zählte zu den ersten Gratulanten bei der Ehrung

 

Drei verdiente Rettenbacher Trachtler erhalten das Gauehrenzeichen

 

Traunstein, Rettenbach. Eine besondere Ehre wurde drei Mitglieder im Rahmen der Versammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach zu teil (Wir berichteten). Peter Ober, Johann Niederbuchner und Josef Hobmaier erhielten für ihr langjähriges Wirken seitens des Gauverbandes I das Gauehrenzeichen. Alle drei Geehrten waren 1971 dem Verein beigetreten sind seit dieser Zeit aktive Trachtler. Als Gebietsvertreter des Gauverbandes war Alois Lankes aus Eisenärzt bei der Versammlung im Gasthaus Jobst in Rettenbach vor Ort. Er betonte in seiner Laudatio, „dass wir das Ehrenzeichen an aktive Mitglieder vergeben, die sich in besondere Weise um die Trachtensache verdient gemacht haben“.

Peter Ober war von 1973 bis 1979 Fähnrich und von 1975 bis 1978 2. Vorplattler. Darüber hinaus war er in der Vorstandschaft von 1983 an zehn Jahre als Beisitzer aktiv. Johann Niederbuchner erhält die Auszeichnung für seinen 50-jährigen Einsatz als Theaterspieler und Bühnenbauer. Josef Hobmaier wurde für seine langjährige Förderung des Vereins ausgezeichnet. Nicht nur für seine Aufgabe als Pferdegespannführer sondern auch als Maibaumstifter hat er sich für den Verein verdient gemacht.

Neben einer Ehrennadel wurde den Geehrten die Ehrenurkunde seitens des Gauverbandes I verliehen. Zu den ersten Gratulanten zählten der alte und neue Trachtenvorstand Franz Maier sowie sein Stellvertreter Helmut Graßl und Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner. Hob

 

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Josef Hobmaier, Peter Ober und Johann Niederbuchner (von links nach rechts) des GTEV Eschenwald Rettenbach wurden vom Gauverband I mit dem Gauehrenzeichen für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet. Die Ehrung nahm der Gebietsvertreter Alois Lankes aus Eisenärzt vor. Zu den ersten Gratulanten zählten Traunsteins 2. Bürgermeisterin Burgi Mörtl Körner (vorne) sowie die beiden Vorstände Franz Maier (links) und Helmut Graßl (rechts).

 

 

Rettenbacher Trachtler kümmern sich um ihren Maibaum

Historische Taferl am Baum angebracht – Maibaumklettern nach altem Brauch

 

Traunstein, Kammer. Wie schon im Vorjahr fanden auf Grund der Coronapandemie keine Feste zum Maibaumaufstellen in der Region statt. Einige Rettenbacher Trachtler rund um den Vorstand Franz Maier nahmen den 1. Mai dennoch zum Anlass, um den Baum am Rettenbacher Weiher optisch aufzuwerten. Sie haben die Taferl der Handwerksbetriebe sowie von Stadt und Landkreis am Baum angebracht.

„Für uns war es wichtig, dass wir dabei auf den guten alten Brauch des Maibaumkletterns zurückgreifen“, erklärt Franz Maier im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt und fügt an, „dass dabei ein gesicherter Kletterer auf den Baum steigt und die Motivtafeln montiert. Auf einen Kran können wir dabei verzichten. In der rund eineinhalbstündigen Aktion konnten so die neun Tafeln an dem etwa 28 Meter hohen Baum sicher befestigt werden.

Die meisten der Tafeln blicken dabei auf eine lange Geschichte zurück und stammen aus dem Jahre 1939. Wie es in der Trachtenvereinschronik heißt: „… konnte 1939 der erste Maibaum, gestiftet vom Bürgermeister Georg Schmid, Kriegenhofer von Kammer, aufgestellt werden. Die Figuren die noch heute den Maibaum zieren, fertigten Schmiedemeister Georg Lebacher und sein Geselle Sebastian Prambs aus den Flügeln eines alten Windbrunnens, nach den Zeichnungen von Heinrich Huber. Bemalt hatte die Maibaumfiguren erstmals Billinger von Krichstätt“.

Die Aufgabe des Kletterers wurde Thomas Diewock übernommen. Viele Jahre lang montierte sein Vater Helmut die Taferl am Rettenbacher Maibaum. „Es war für mich eine Ehrensache dieses Amt von meinem verstorbenen Vater zu übernehmen“, so Thomas Diewock und auch die Trachtler selbst sind froh, dass Sie somit an dem alten Brauch festhalten können.

Unterstützung vom Boden aus leisteten dabei die beiden Vorplattler Sebastian Gartner und Florian Jobst sowie Vinzenz Jobst jun. Ihre Aufgaben waren unter anderem die Seilsicherung durchzuführen und die Motivtafeln anzureichen. Mit dem Traunsteiner Stadtwappen und der Tafel des Landkreises Traunstein wurden die Motive am Baum komplettiert zieren nun über den Sommer den Rettenbacher Maibaum, ehe dieser im Herbst gänzlich umgelegt wird.

„Geplant ist das nächste Maibaumaufstellen vorm Wirt in Rettenbach bereits im kommenden Jahr. Ich gehe fest davon aus, dass wir dieses Fest dann wie gewohnt mit den Kammerern und Rettenbachern gemeinsam feiern können“, zeigt sich Franz Maier zuversichtlich. Nun aber freuen sich die Aktiven erstmal, dass die Tafeln angebracht sind und den Baum über den Sommer hinweg zieren. 

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Vorstandschaft und Ausschuss des GTEV "Eschenwald " Rettenbach e.V.  Neuwahl 2019

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